Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2017

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lk 1,78-79 (L)

Wie ich den Vers gelesen habe, blieb ich am Wort Finsternis hängen. In den vergangenen Tagen ist mir auf dem Weg nach Hause der Hochnebel so richtig aufgefallen. Der Himmel war grau, keine Schattierungen wie bei bewölktem Himmel üblich. Ich hatte den Eindruck, dass ein graue Decke über der Stadt lag. Es gab mir ein beklemmendes Gefühl und ich dachte, wenn ich weiter darüber nachdenke und mich da hineinsteigere, könnte ich wirklich Atemnot bekommen. Ich verstehe, warum so viele Menschen in dieser Jahreszeit in eine depressive Stimmung verfallen. Ein weiterer Gedanke in Bezug auf Finsternis hatte ich in der vergangenen Woche. Mir wurde so richtig bewusst, dass ich bei Dunkelheit aus dem Haus gehe und auch erst wieder bei Dunkelheit nach Hause komme. Und ich musste an die Menschen in den nordischen Länder denken, die noch weniger Licht in diesen Tagen haben. Wie froh ist man in dieser Winterzeit, wenn mal die Sonne scheint, wenn mal wieder Licht ist. Wir brauchen Licht, um zu leben. Es ist richtig lebensnotwendig.Und so ist es auch in Bezug auf Gott. Jesus ist das Licht, dass wir zum wahren Leben brauchen. Er ist das Licht, dass in unsere Schuld, Trauer, Zorn usw. scheint. Er ist das Licht, dass uns Hoffnung gibt. Und so wie das Licht der Sonne unsere Stimmung wieder erhellt, unspositiv stimmt, uns Lebensfreude gibt, gibt Jesus uns die wahre Freude, die Vergebung und Frieden in dieser doch so dunklen Welt. Und das alles haben wir nur Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu verdanken. Es ist nicht unser Verdienst, sondern Geschenk.

Edelgard Sawatzky

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