Gedanken zum Monatsspruch März

Jesus Christus spricht: „Es ist vollbracht!“ Johannes 19,30

Wenn wir Menschen sagen: „Es ist vollbracht!“ waren meist besondere Mühen und Anstrengungen vor einem erreichten Ziel notwendig. Lange Jahre des Lernens vor einem Examensabschluss, viele Tage, Wochen und Monate des Trainings vor einem Marathonlauf, Investitionen an Zeit und Geld bei einem Hausbau, Geduld und Ausdauer beim Kampf mit Behörden und Ämtern, Zähigkeit und Mut beim Besteigen eines schwierigen Berges, ein langer Atem und viel Kraft bei der Pflege von Angehörigen, Energie und Beharrlichkeit bei der Durchsetzung berechtigter Forderungen sind nur einige Beispiele davon.
Oft ist man versucht einfach aufzugeben, alles hinzuwerfen – das Ziel scheint in weite Ferne gerückt, unerreichbar. Umso größer dann die Erleichterung, wenn man es trotz aller Widerstände geschafft hat – es ist vollbracht!
Unser Herr Jesus hat diese Worte direkt vor seinem Tod am Kreuz ausgesprochen. Ein Werk, ein Liebeswerk Gottes, war zum Ziel gelangt. Auch Jesus musste kämpfen und leiden und letztendlich sterben um an dieses Ziel zu gelangen. Auch er hatte den Gedanken aufzugeben. „Vater, wenn du willst, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“ Die Dimension seines „es ist vollbracht“ ist allerdings nicht mit unseren Kämpfen zu vergleichen. Die Sünden der Menschheit mit in den Tod zu nehmen ist für mich nicht zu erfassen. Hatte Jesus doch schon an meinen Sünden mehr als genug zu tragen. Umso größer und gewaltiger ist das, was er für mich und für uns Menschen insgesamt getan hat. Es kann uns nur mit großer Dankbarkeit erfüllen und mit einstimmen lassen in Jesu Worte: „Es ist vollbracht!“
Klaus Schuster

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